Journal of e-Learning and knowledge society

<<DEUTSCH>> Im Dezember erschien die Sonderausgabe des „Journal of e-Learning and knowledge society“ mit spannenden Forschungen rund um das Thema „Open Teaching – Research and practices on open, innovative and engaging pedagogies“ – mit herausgegeben von Ulf-Daniel Ehlers.

Der Ansatz des situierten Lernens basiert auf der Annahme, dass nur verstanden werden kann, was selbst gedanklich oder in der Realität (re)konstruiert wurde. Zudem kann beim problembasierten Lernen das angeeignete Wissen nicht nur als Produkt, sondern auch als Prozess erlebt und vorgestellt werden.

Wenn ständig nur durch direkte Instruktion gelehrt wird und Wissen als „fertiges Produkt“ ohne den dazugehörigen Wissensprozess vermittelt wird, wird der Wissenserwerb seines prozesshaften, generativen, problemlösenden, reflexiven und kontextuellen Charakters beraubt.

Durch problembasiertes Lernen generieren die Studierenden neues Wissen innerhalb des Prozesses der Problemlösung.

Das Kurskonzept der Grand Challenge 2020 ist ein Beispiel für ein solches Experiment, bei dem wir einen studierendenzentrierten und problemorientierten Kurs in eine Online-Umgebung übertragen haben, die dem Modell der offenen Bildungspraxis folgt. Die Studierenden waren eingeladen, ihre eigenen Projekte zu entwerfen, wobei die Lehrenden sie während des gesamten Prozesses der Projektteamarbeit als Coaches unterstützten. Der Fokus liegt bei einem solchen Experiment auf dem Kompetenzlernen unter Berücksichtigung des Konzepts des studierendenzentrierten Lehrens in einem soziokonstruktivistischen Lehr-/Lernsetting, in dem die Wissensvermittlung weniger wichtig ist als das studierendenzentrierte Coaching.

In der offenen Bildung werden die Studierenden nicht als „Produkte“ von Bildungseinrichtungen gesehen, sondern als aktive Teilnehmer und potenzielle Innovatoren in einer Bildungsumgebung.

Ziel der offenen Bildung ist es, eine Lehr-/Lernkultur zu schaffen, in der sich Lernende und Lehrende wechselseitig nicht nur als „Wissensübermittler“ (Lehrende) oder „Wissensempfänger“ (Lernende) sehen, sondern auch als Produzenten von Wissen und Innovatoren ihrer eigenen Lernumgebung. In der neuen Sonderausgabe zum Thema „Open Teaching“ im „Journal of e-Learning and knowledge society“ geben wir Ihnen weitere Einblicke in das zugrunde liegende Konzept der offenen Lehre.

Diese Ausgabe des Magazins und weitere Informationen finden Sie hier!

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